Sonntag, 7. Oktober 2012

Beauty Salon

Das ist schon ziemlich ungewohnt wenn man am Sonntag alles erledigen kann was man sonst unter der Woche macht. In Japan haben die Geschäfte nämlich 7 Tage die Woche fast Rund um die Uhr geöffnet. Als Kunde wird man verwöhnt allerdings kann ich mir vorstellen, dass das als Angestellter nicht so lustig ist. Hochgerechnet hat ein japanischer Arbeitnehmer ca. 20 Urlaubstage. Wird er krank oder kann anderweitig nicht zur Arbeit kommen werden die Fehltage von den Urlaubstagen abgezogen. Mal ganz davon abgesehen, dass es eine gesellschaftliche Konvention ist (unbezahlte) Überstunden zu machen und aus Solidarität mindestens so lange im Büro zu bleiben wie der Chef. Viele Japaner kommen da auf weniger als 8 Tage Urlaub im Jahr...
Da ist das hedonistische Lotterleben der Europäer ein wahrer Traum dagegen.
So kam es, dass ich heute zum ersten mal an einem Sonntag zum Frisör gegangen bin. Das wurde aber auch Zeit. Glücklicherweise hat mich ein japanischer Freund begleitet sonst wäre ich wahrscheinlich mit Dauerwelle wieder zurückgekommen. Anfangs war ich ein bisschen skeptisch aber was mich dann im Frisörladen erwartete habe ich mir so nicht vorgestellt. Haarewaschen mit verschiedenen Shampoos, Pflegespülungen etc. Kopfmassage, Rückenmassage, Haare schneiden, erneutes Haarewaschen Kopfmassieren. Eine geschlagene Stunde habe ich dort verbracht und ich muss sagen ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.
Haare schneiden lassen in Japan? Definitiv empfehlenswert!

Freitag, 5. Oktober 2012

Midterms approaching

Es wird allmählich kälter in Japan. Während einige Studenten dieses Wochenende nach Hiroshima fahren nutze ich die Zeit um etwas zu lernen. Evtl. gehe ich morgen an den Strand aber zuerst muss ich herausfinden wo hier in der Umgebung der nächste Strand ist und wie ich da am besten mit dem Zug hinkomme. Außerdem habe ich gehört, dass es im Moment viele Quallen geben soll. Es kann also gut sein, dass das Schwimmen ins Wasser fällt ... badumtzzz
(... und die Wortspiele werden auch immer schlechter.)
In der Uni geht es mittlerweile wieder ziemlich rund. Viele Prästentationen, Quizzes und Lesson Tests. Ich könnte eigtentlich die ganze Zeit durchlernen. In den nächsten 2 Wochen habe ich dann die Mid-Term Examen, die natürlich einen erheblichen Teil meiner Endnote ausmachen.
Viel zu unternehmen gibt es da ansonsten auch nicht.

Montag, 1. Oktober 2012

Japanische Spezialität??!?

Was für ein Wunder! Ich habe überlebt...  Taifun hört sich an sich ja ziemlich spektakulär an aber das "Naturereignis" von gestern war nicht besser als ein mittelmäßiger Sturm. Leute aus Norddeutschland würden da vermutlich nur müde lächeln.
Dabei hat es zum ersten mal seit ich in Japan bin den ganzen Tag über geregnet. Und um euch noch mehr zu provozieren: Ich laufe hier immer noch in kurzer Hose und T-Shirt rum. Es ist angenehm warm, nicht mehr so heiß wie zu Beginn des Semesters.


Gestern habe ich das mit Abstand ekligste Sushi gegessen. In der Regel weiß ich zu 50% nicht was ich einkaufe, esse oder wie ich es koche. So kommt es ab und an vor, dass ich böse Überraschungen erlebe. Eben wie bei diesem Sushi. Dem ersten Blick nach zu urteilen hätte es Tunfischsushi sein können oder sowas ähnliches. Umso mehr hat es mir das Gesicht verzogen als ich reingebissen habe. Die Japaner am Tisch nebenan haben mich ausgelacht... Natto Sushi heisst diese Spezialität und besteht aus verrotteten Bohnen.

Wiki sagt: Nattō (jap. 納豆 oder なっとう) ist ein traditionelles japanisches Lebensmittel aus Sojabohnen. Zur Herstellung werden die Bohnen gekocht und anschließend durch Einwirkung des Bakteriums Bacillus subtilis ssp. natto fermentiert. Dadurch bildet sich eine schleimige, Fäden ziehende Substanz um die Bohnen und die Speise bekommt einen starken Geruch...




Es heisst, dass man es entweder liebt oder hasst... Normalerweise bin ich kulinarischen Experimenten gegenüber sehr aufgeschlossen, aber dieses Zeug fass ich nie wieder an.

Samstag, 29. September 2012

Barbecue

Gestern habe ich zum ersten mal in meinem Leben Gnu probiert. Wie kam es dazu? Ein Freund aus dem Seminarhaus hat mich und ein paar andere zum Grillen eingeladen. Neben Unmengen an Hähnchenfleisch (5kg!!!) gab es auch Gnu, da die Gastgeber ursprünglich aus Kenia kommen. Gnu Fleisch ist nicht so ganz mein Fall aber man muss es mal probiert haben. Die Unterhaltungen waren das beste am ganzen Abend. Wenn Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zum Essen und Trinken zusammenkommen dann gibt es jede Menge Gesprächsstoff und sicher keine Langeweile. Ich habe viel über Afrika erfahren.



das habe ich heute im Supermarkt gefunden.... 

Achja, während  ich hier so gemütlich in meinem Zimmer sitze nähert sich ein Taifun der Küste Japans. Jelawat heisst das Lüftchen und Okinawa hat es schon erwischt. 51 Verletzte soll es gegeben haben. Wen es genauer interessiert, der kann ja auf die Seite des deutschen Wetterdienstes gehen http://www.dwd.de/ 
Ich mache mir da aber relativ wenig Sorgen... Der Taifun soll an Stärke verlieren sobald er aufs Festland trifft. Das ist doch perfekt für einen kleinen Sonntagsspaziergang ;)


Happy Birthday Ralph!!!

Mittwoch, 26. September 2012

Japanische Tugenden

Alltag ist eingekehrt in Hirakata. Das bedeutet hauptsächlich Univeranstaltungen, Hausaufgaben und jede Menge Langeweile. Was erwartet man auch von einem Ort, an dem es keine Cafés, Kneipen und Clubs gibt. Ab und an kann man sich mit Billard oder Karaoke ablenken, aber das ist auch nicht von allzu langer Dauer.
Doch bevor ich jetzt anfange über die unwesentlichen Gegebenheiten zu philosophieren möchte ich etwas über die Japaner an sich schreiben:

Ich kann ausnahmslos bestätigen, dass die Japaner ein hilfsbereites, freundliches und vor allem ehrliches Volk sind. 
Die Hilfsbereitschaft konnte man besonders dann spüren, wenn man in der großen Stadt Tokyo nicht weiter wusste oder wenn man sich mit dem Ticketkauf am Bahnhof schwer tat. Meist wurde sofort das Smartphone gezückt und ausgeholfen, selbst wenn das mit der Verständigung nicht so gut klappte. Die Japaner geben sich sehr viel Mühe und sind vor allem geduldig, auch wenn sie einmal nicht weiterhelfen können.
Dabei sind sie stets freundlich, werden nicht ärgerlich oder pampig. Ein Mysterium muss ich allerdings an dieser Stelle aus der Welt schaffen. Wer meint Asiaten können nicht NEIN sagen, der irrt. In noch keinem anderen Land wurde mir das Wort NEIN so deutlich gemacht wie in Japan. Dabei überkreuzt der Japaner die Hände und sagt unmissverständlich NOO! Wenn einem das mal aufgefallen ist, fällt es schwer nicht zu lachen wenn man tatsächlich nochmal in so eine Situation kommt.
Zum Theme Ehrlichkeit kann ich sagen, dass mehrere Bekannte schon ihre Geldbörsen liegen gelassen oder verloren haben. Es sind alle Geldbörsen gefunden und abgegeben worden mitsamt Inhalt. Das ist nicht selbstverständlich, vorallem wenn man umgerechnet mehrere 100€ einstecken hatte.

Samstag, 22. September 2012

Kyoto Bilder

Wie versprochen reiche ich noch ein paar Kyoto Bilder nach. Danke Lisa für die schönen Bilder.


















Donnerstag, 20. September 2012

Tokyo Part 3

Tag Nummer 3 in Tokyo. Die Zeit vergeht wie im Flug und man hat den Eindruck als hätte man rein gar nichts von der Stadt gesehen. Dieser Eindruck täuscht jedoch, da wir eigentlich sehr viel unterwegs waren die letzten Tage. Zum Abschluss stand der Besuch in einem Tempel sowie eine Bootstour an.

Rauchverbot während man geht. haha wem fällt denn sowas ein?!

japanisches Straßenrestaurant

Nein, das sind keine Geishas, einfach nur 2 Frauen in den traditionellen Kleidern

Fluß innerhalb der Tempelanlage






Ich war etwas verstört, als ich das erste mal Hakenkreuze in Japan sah. Vorallem in Tempel kann man sie oft finden. Mir wurde erklärt, dass dieses Zeichen eine vollkommen andere Bedeutung in Japan hat als in Deutschland. Das hoffe ich mal, denn ich habe an der Uni einen Studenten gesehen, der mit so einem T-Shirt rumgelaufen ist. Undenkbar in Deutschland, der wäre umgehend verprügelt worden.
In Japan ist es ein buddhistisches Zeichen. Mehr habe ich auch noch nicht erfahren. Wenn ihr den Weihrauchkessel genauer betrachtet, dann seht ihr einen Teil des Zeichens. Es ist, anders als das Nazisymbol, linksgerichtet.







Ich kann es natürlich nicht eindeutig belegen, mir und den anderen sind mindestens genauso viele Bilder geschossen worden wie von den Gebäuden und Skulpturen. Man fällt eben auf als Europäer.


die Souvenierstände dürfen natürlich nicht fehlen



Ich habe tatsächlich ein Restaurant gefunden, welches Kugelfisch zubereitet und serviert. Den wollte ich schon immer einmal probieren. Mir wurde jedoch gesagt, dass Kugelfisch in Japan sehr teuer ist. Das bestätigte sich auch. Für eine winzige Portion bezahlten wir umgerechnet 16€. Aber ich musste den Fisch ja nicht alleine essen...
 

davon hätte ich 10 Portionen essen können

Hier der Kugelfisch auf Salatblatt mit Soyasauce und Frühlingszwiebeln und noch ein paar anderen extras. Hätte man jetzt viel erwartet so wäre man wahrscheinlich enttäuscht worden. Der Kugelfisch hat keinen besonderen Eigengeschmack und ist von der Konsistenz her kaugummiartig. Er schmeckte nicht schlecht, jedoch auch nicht aussergewöhnlich.

Zumindest lebe ich noch ...

Danach stand die Bootstour an. Ich muss gestehen, ich wusste nicht wie der Fluß heisst, der durch Tokyo fließt. Vielleicht seid ihr da ja gebildeter als ich.


 Das komische goldene Ding ist eine Skulptur die von der Brauerei Asahi gestellt wurde. Über Herkunft und Sinn habe ich keine Informationen. Das Bier von Asahi schmeckt zumindest akzeptabel.

Jetski fahren ... das wäre bestimmt spannender gewesen als die Bootstour


Zurück gings mit einer Skytrain. Dadurch bekam man noch einmal ein super Panorama von Tokyo zu sehen
Bevor wir uns in den Schlafbus setzten besuchten wir nochmal Shibuya. Diesmal mit der Absicht etwas einzukaufen. Mein Ziel war es ein T-Shirt als Erinnerung zu finden. Ziemlich einfach sollte man meinen. Von wegen. Entweder zu teuer, zu hässlich, oder Rechtschreibfehler... (Die Japaner stehen voll auf T-Shirts mit englischen Text, jedoch können die wenigsten japanischen Designer Englisch, weswegen es eine Menge T-Shirts mit falschem Aufdruck und Text gibt.) Da  muss ich mal irgendwo anders schauen.